• Das Brexit-Chaos geht weiter

    Die Briten kommen in der Brexit-Frage einfach nicht voran. Am Mittwoch hat das Unterhaus über Alternativen zum EU-Austritt abgestimmt.

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    Do., 28. März, 15:25 Uhr

     

    Die Briten kommen in der Brexit-Frage einfach nicht voran. Am Mittwoch hat das Unterhaus über Alternativen zum EU-Austritt abgestimmt. Man wollte unbedingt eine Alternativlösung zu den Plänen von Premierministerin Theresa May finden. Doch das Ergebnis war der nächste Tiefpunkt in einer Angelegenheit, die die Briten und Europa nun schon viel zu lange beschäftigt.

     

    Schon zweimal ist Premierministerin Theresa May mit ihrem Austrittsabkommen vor dem Parlament gescheitert. Nun hat das britische Unterhaus am Mittwoch selbst die Initiative übernommen und über Alternativen zum Brexit-Deal abgestimmt. Dabei handelte es sich um „indicative votes“, richtungsweisende Abstimmungen, durch die man herausfinden wollte, für welche Alternativen es eine Mehrheit gibt. May selbst hat derweil selbst noch einmal alles versucht, ihren Vorschlag noch irgendwie zu retten. Selbst einen vorzeitigen Rücktritt schließt die Premierministerin nicht aus. Zum Wohle Großbritanniens. Damit will sie doch noch die Unterstützung für ihren Deal erhalten. Sollte ihr Vorschlag zum dritten Mal im Parlament abgestimmt werden, gibt es derzeit von betfair eine Quote von 2.75. Ist das nicht der Fall, setzt William Hill 1.33 an.

     

    Wird der Deal von May doch noch bewilligt, würde Großbritannien bis zum 22. Mai aus der EU austreten. Wird dieser Vorschlag erneut abgelehnt oder es wird gar nicht darüber abgestimmt, gibt es von der EU eine neue Frist bis zum 12. April und weitere Optionen. Bis dahin muss Großbritannien einen klaren Plan vorgelegt haben. Diesen wollte man eigentlich am Mittwoch präsentieren. Stattdessen gab es zu allen acht Vorschlägen ein klares „Nein“. Man kommt einfach nicht weiter. Ursprünglich war der EU-Austritt schon für diesen Freitag geplant.

     

    Jetzt kann man nur noch spekulieren. Wann wird der Brexit denn endlich vollzogen? Am wahrscheinlichsten sieht Buchmacher betway einen Austritt zwischen April und Juni 2019. Dafür gibt es eine Quote von 2.10. Ebenfalls nicht ausgeschlossen: Nicht vor 2022. Dann werden 3.25 angesetzt.

     

    Aber wie wird der Deal aussehen? Man konnte sich ja nicht einigen. Weder für eine engere Anbindung an die EU, mit einer Mitgliedschaft in der Zollunion oder einem Modell nach dem Vorbild Norwegens, das zum Binnenmarkt, aber nicht zur Zollunion gehört, noch auf einen harten Brexit ohne Deal. Auch ein zweites Referendum oder die völlige Abkehr vom Brexit wurden abgelehnt, wobei sich das noch alles ändern könnte. Wird noch einmal ein Referendum bewilligt, offeriert 888sport eine Quote von 3.20. Falls nicht, hat betfair 1.40 im Angebot.

     

    Derzeit sieht es ganz danach aus, als müssen die Briten an der Europawahl am 23. Mai teilnehmen. Auch keine Ideallösung. Vor allem, da man dann immer noch keinen Schritt weiter ist und ja eigentlich gar kein Teil der EU mehr sein möchte. Vielleicht überlegt man es sich im Vereinigten Königreich aber doch nochmal anders und der Artikel 50 wird völlig widerrufen. Das würde bei Unibet mit einer Quote von 4.00 vergütet werden. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass dies nicht passiert. Dann gibt dieser Buchmacher 1.20 aus.

     

    Die Europäer drücken langsam aufs Gaspedal. Man will endlich wissen, wie es mit Großbritannien weitergeht. Die Europawahl Ende Mai dürfe auf keinen Fall gefährdet werden. Notfalls würde man bei der EU auch einen harten Brexit in Kauf nehmen. Dann allerdings werden dramatische Folgen für die Wirtschaft und viele andere Lebensbereiche erwartet. Das kann und sollte nicht das Ziel sein. Aber was ist jetzt noch undenkbar? Ein harter Brexit jedenfalls nicht. Sollte dies noch vor dem 30. März passieren, gibt betway 5.50 aus. Fällt die Entscheidung auf einen No Deal Brexit in 2019, werden von betfair 3.40 angesetzt.

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