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Wen wählt Frankreich?

Die Präsidentschaftswahl in Frankreich ist das heiße Thema in Europa. Kommt die rechtsextreme Kandidatin Marine Le Pen an die Macht? Wie geht es bei den Republikanern mit Francois Fillon weiter? Hat Emmanuel Macron mit seinem „radikalen Umbau“ eine Chance? Anfang Mai wissen wir mehr.

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Do., 16. März, 12:34 Uhr

Die Präsidentschaftswahl in Frankreich ist das heiße Thema in Europa. Kommt die rechtsextreme Kandidatin Marine Le Pen an die Macht? Wie geht es bei den Republikanern mit Francois Fillon weiter? Hat Emmanuel Macron mit seinem „radikalen Umbau“ eine Chance? Anfang Mai wissen wir mehr.

Ganz Europa blickt derzeit auf Frankreich, das am 23. April einen neuen Präsidenten wählt. Selten war die Frankreich-Wahl so wichtig wie in diesem Jahr. Francois Hollande steht für eine weitere Amtszeit nicht mehr zur Verfügung. Wohin steuert die „Grande Nation“? Welche Auswirkungen hat das auf Europa? Eine klare Tendenz lässt sich derzeit noch nicht erkennen.

Marine Le Pen, die Kandidatin des rechtspopulistischen Front National, liegt nach den bisherigen Umfragen mit etwa 26 Prozent an der Spitze und ist damit auch heiße Kandidatin für die Stichwahlen am 7. Mai. Le Pen kommt derzeit bei Unibet oder 888sport auf eine Quote von 3.55. Für Europa wäre ihre Wahl nur schwer zu schlucken. Der Front National ist rechtsextrem, ausländerfeindlich und kein Freund der EU. „Les Français d’abord“, die Franzosen zuerst, ist das Motto, mit dem Le Pen punkten will. Raus aus der EU und weg vom Euro. Den Wählern scheint der Gedanke zu gefallen. Bleibt die Frage, ob sie auch die Vorwürfe gegen Le Pen einfach so wegstecken. Als Abgeordnete des europäischen Parlaments soll sie knapp 300.000 Euro aus EU-Geldern an Parteimitarbeiter gezahlt haben. Ihr drohen juristische Konsequenzen.

Francois Fillon, der die Konservativen wieder nach vorne bringen will, hat ebenfalls Ärger. Der 63-Jährige war einst der große Hoffnungsträger der Nation. Mittlerweile steht Fillon heftig in der Kritik. Vorwürfe über die Scheinbeschäftigung seiner Familienmitglieder kamen ans Licht. Jetzt hat „Le Canard Enchainé“ aufgedeckt, Fillon soll vor einigen Jahren einen Privatkredit von 50.000 Euro erhalten und diesen nicht wie vorgeschrieben bei den Behörden gemeldet haben. Bestechungsvorwürfe werden laut. Sein Anwalt ließ mitteilen, Fillon habe es einfach vergessen, hat dieses Versäumnis aber schon im Januar den Behörden gemeldet. Erst hieß es, die Partei will ihn loswerden. Dann standen sie wieder hinter ihm. Seinen Umfragewerten haben die Skandale klar geschadet. Bei William Hill werden seine Chancen auf die Präsidentschaft mit 6.50 angegeben.

Emmanuel Macron hat sich in den Prognosen schon vor Fillon geschoben. Der einstige Wirtschaftsminister kandidiert parteilos für das Präsidentenamt. Macron ist mit 39 Jahren der Youngster unter den Anwärtern. Im Gegensatz zu Le Pen steht er klar zu Europa und einer weltoffenen Gesellschaft. Bei einer Quote von 1.67 wie bei betway und Ladbrokes hätte er Le Pen schon überholt. Macron verspricht radikale Veränderungen in vielen Bereichen und Eigenverantwortung der Bevölkerung. Ein Präsident, der mit dem Volk regieren möchte. Eine Stichwahl zwischen ihm und Le Pen ist denkbar. Macron ist derzeit der einzige Kandidat, der keinen Ärger mit der Justiz hat. Vielleicht doch ein entscheidender Vorteil.

Noch haben alle drei Lager Zeit, ihr Programm dem Volk nahezubringen und Stimmen zu sammeln. Es wird bis zum Ende spannend bleiben. Frankreich hat die Wahl.
 

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