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Macron oder Le Pen?

Die Präsidentschaftswahl in Frankreich geht in die entscheidende Phase. Der liberale Emmanuel Macron und die rechtsextreme Marine Le Pen haben sich gegen die Konkurrenten durchgesetzt und bestreiten nun die Stichwahl. Erste Einschätzungen sehen Macron vorne. Jetzt entscheiden die Wähler der ausgeschiedenen Kandidaten über das nächste Staatsoberhaupt der Grande Nation.

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Di., 2. Mai, 10:04 Uhr
Die Präsidentschaftswahl in Frankreich geht in die entscheidende Phase. Der liberale Emmanuel Macron und die rechtsextreme Marine Le Pen haben sich gegen die Konkurrenten durchgesetzt und bestreiten nun die Stichwahl. Erste Einschätzungen sehen Macron vorne. Jetzt entscheiden die Wähler der ausgeschiedenen Kandidaten über das nächste Staatsoberhaupt der Grande Nation.

Die Franzosen wählen einen neuen Präsidenten. Elf Anwärter wurden von den Parteien ins Rennen geschickt. Neun davon müssen die Hoffnung auf das Amt bereits begraben. Die Kandidaten der Konservativen und der Sozialisten, die 60 Jahre lang das Staatsoberhaupt gestellt hatten, haben den zweiten Wahlgang am 7. Mai klar verpasst. Auch François Fillon von den Republikanern und Jean-Luc Mélnenchon von der Bewegung „La France insoumise“, des „unbeugsamen Frankreichs“ haben es nicht in die Stichwahl geschafft. Schon jetzt steht fest: Es wird ein Zweikampf zwischen der Chefin des rechtsextremen Front National, Marine Le Pen, und „En Marche!“-Kandidat Emmanuel Macron.

Nach dem ersten Wahlgang erreichte Macron 24 Prozent der Stimmen. Le Pen landete mit 21,3 Prozent auf dem zweiten Platz. Ein knappes Ergebnis. Macron wird bei den Buchmachern aber übereinstimmend als Favorit gesehen. So kommt der frühere Wirtschaftsminister mit seinem europafreundlichen Kurs bei William Hill auf eine Quote von 1.17. Le Pens Chancen belaufen sich bei 888sport auf 6.50.

Ist die Wahl damit schon entschieden? Mitnichten. Zwar drückten der scheidende Staatspräsident François Hollande sowie der gescheiterte Kandidat Benoît Hamon, der mit den Sozialisten nur auf magere sechs Prozent der Stimmen kam, Macron bereits ihre Unterstützung aus – auch Fillon positionierte sich mit der konservativen Partei hinter Macron – doch entscheidend werden die Wähler von Jean-Luc Mélenchon.

Der Linkspolitiker lehnte es am Wahlabend ab, sich hinter einem der verbleibenden Kandidaten zu positionieren. Diese Chance ließ sich der Front National nicht nehmen und sprach die Wähler der „La France Insoumise“-Bewegung umgehend an: „Die Wähler, die für Herrn Mélenchon gestimmt haben, sind wütende Wähler. Sie können mit uns übereinstimmen“, sagte Steeve Briois, einer der Vizepräsidenten der rechtsextremen Partei.

Mélenchon punktete vor allem bei den jungen Wählern zwischen 18 und 24 Jahren. Für sie ist es nun eine Entscheidung zwischen „Pest und Cholera“, wie es bei Twitter unter dem Hashtag #Sansmoile7mai (Ohne mich am 7. Mai) zu lesen war. Tendenzen scheinen aber in Richtung Macron zu gehen, obwohl beide Kandidaten für die Anhänger der Linken eigentlich als unwählbar gelten.

Le Pen hat daher vorübergehend den Vorsitz ihrer Partie niedergelegt, um „über den Parteiinteressen“ zu stehen und die Bevölkerung so hinter sich zu vereinen. Damit will sie verdeutlichen, die von ihr befürworteten Maßnahmen seien nicht die ihrer Partei, sondern ihre eigenen. Für sie ist nun klar: „Diese Präsidentschaftswahl ist eine Volksabstimmung für oder gegen die ungebändigte Globalisierung.“

Was würde eine Wahl von Le Pen für Frankreich und Europa bedeuten? Die Politikerin ist EU-feindlich eingestellt, tritt für eine Schließung der Grenzen, weniger Einwanderung und eine Abschaffung des Euros ein. Am Tag nach der ersten Wahlrunde sagte sie in Richtung Macron: „Wir haben hier jemanden, der für die Präsidentschaftswahl kandidiert, und der kein Programm hat, um das französische Volk vor dem islamistischen Terror zu schützen.“

Damit konnte man im Macron-Lager aber recht locker umgehen. „Ich verstehe die Wut von Marine Le Pen nach der ersten Runde, nicht auf dem ersten Platz zu sein. Sie wird nun zwei Wochen damit verbringen, auf uns einzuschlagen, weil das offensichtlich das einzige Programm ist, was sie den Franzosen anzubieten hat“, konterte deren Sprecher Benjamin Griveaux.

Sollte Macron gewählt werden, steuert Frankreich einer proeuropäischen Zukunft entgegen. Der 39-Jährige macht sich für ein weltoffenes, tolerantes Land und ein vereintes Europa stark. In den Umfragen hat er damit Erfolg. Ob es zum Präsidentenamt reicht, entscheidet sich am 7.Mai.
 

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