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Parlamentswahlen: Premier League zittert vor dem Brexit

Die englische Premier League gilt als die beste Liga der Welt. Ist das nach dem Brexit immer noch so? Im Mutterland des Fußballs wird sich einiges ändern. Das betrifft Spieler, Manager und Fans gleichermaßen. Auch auf den Fußball in Kontinentaleuropa hat der EU-Austritt der Briten Einfluss.

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Fr., 26. Mai, 10:03 Uhr

 

Die englische Premier League gilt als die beste Liga der Welt. Ist das nach dem Brexit immer noch so? Im Mutterland des Fußballs wird sich einiges ändern. Das betrifft Spieler, Manager und Fans gleichermaßen. Auch auf den Fußball in Kontinentaleuropa hat der EU-Austritt der Briten Einfluss.

Der Brexit hat nicht nur politische Folgen für Europa. Auch der Fußball wird sich mit der Wahl von Theresa May und somit einem „harten Brexit“, sie liegt bei 888sport mit einer Quote von 1.22 klar vorne, wohl grundlegend verändern. Derzeit dürfen EU-Kicker ohne Beschränkungen für einen Klub aus dem Vereinigten Königreich auflaufen. Das wäre später nicht mehr der Fall. Profis aus Deutschland, Frankreich, Italien oder Spanien und Spieler aus den anderen EU-Staaten brauchen dann eigentlich eine Arbeitserlaubnis, um ihrem Beruf auf der Insel nachgehen zu können. Es gibt jedoch Ausnahmen.

Um die Verpflichtung von Top-Stars weiterhin zu ermöglichen, gibt es schon jetzt einige Regelungen. So richtet sich die Erteilung der Arbeitserlaubnis eines Nicht-EU-Spielers nach der Weltranglistenposition seines Herkunftslandes und seinen Länderspielen. Ein Profi aus einer Nation unter den Top-10 der Welt, wie beispielsweise Argentinien oder Brasilien, muss 30 Prozent der möglichen Länderspiele der vergangenen zwei Jahre bestritten haben. Von einem Profi aus einem Land der Plätze 11 bis 20 sind 45 Prozent aller Einsätze für sein Nationalteam gefordert. Diese Liste ließe sich immer weiter fortsetzen.

Laut einer Rechnung der „BBC“ würde es derzeit in der Premier League 100 Spieler treffen, die diese Anforderungen nach dem EU-Austritt nicht mehr erfüllen. In den obersten beiden Ligen in England und Schottland wären sogar 332 Spieler ohne Arbeitserlaubnis. Allein in der Championship würden nur 32 von 180 Profis diese Voraussetzungen erfüllen. Stars wie Dimitri Payet, Anthony Martial, David de Gea oder Robert Huth hätten nicht in die Premier League wechseln können. „Das schöne Spiel in diesem Land wäre dann beendet“, warnte Arsenal-Coach Arsene Wenger, wenn vielen Stars die Arbeitserlaubnis verweigert wird. Mit ersten Konsequenzen ist aber nicht vor dem Jahr 2023 zu rechnen, da die Regelung nicht rückwirkend bei bestehenden Verträgen angewandt wird.

Wie stark die Premier League von ausländischen Spielern abhängig ist, macht sich am Beispiel des FC Chelsea mehr als deutlich. Allein 76 Prozent der Tore der „Blues“ in der abgelaufenen Saison erzielten EU-Kicker. Im Schnitt wurden 74 Prozent nicht britische EU-Spieler eingesetzt.

Es könnten aber auch einfach die Bestimmungen für die Erteilung einer Arbeitserlaubnis geändert werden, denn „die Premier League ist einer der größten Exporteure der Vereinigten Königreichs und generiert eine signifikante Summe“, wie Sportökonom Babatunde Buraimo von der Universität Liverpool dem „Telegraph“ erklärte. Andererseits würde das Präzedenzfälle für andere Berufszweige schaffen. Eine heikle Situation mit völlig offenem Ausgang.

Bleibt die Regel bestehen, würde das auch Auswirkungen auf den Transfermarkt haben. Durch die hohen Hürden auf dem Arbeitsmarkt, wären einige Wechsel nicht mehr möglich. Das wiederum wirkt sich auf die Ligen in Kontinentaleuropa aus. Mehr Stars würden dann wohl in der Bundesliga, der Serie A oder der Primera Division anheuern, da sie einfach nicht in die Premier League wechseln dürfen.

Auch ausländische Trainer hätten es nicht leicht. Und diese sind in der Premier League besonders beliebt. Egal ob beim FC Arsenal, dem FC Chelsea, dem FC Liverpool, Manchester United oder Manchester City. Bei sämtlichen Spitzenklubs leiten ausländische Trainer die Entwicklung der Mannschaft. Auch für sie würde es wesentlich schwieriger werden, eine Arbeitserlaubnis zu bekommen. Durch ihre hohen Gehälter und die daraus resultierenden Steuern für die Briten, könnte es für einen Top-Manager aber doch einfacher werden, wie für einen „normalen“ Arbeitnehmer, auf der Insel Fuß zu fassen. Trotzdem werden sich Trainer wir Jürgen Klopp oder Jose Mourinho nun zweimal überlegen, ob sie nicht lieber in einem EU-Land arbeiten wollen.

Am 8. Juni wählt Großbritannien das neue Parlament. Nach wie vor steuern die Konservativen einem klaren Sieg entgegen. Bei William Hill kommt die Partei von Regierungschefin Theresa May auf eine Quote von 1.22 für die meisten Stimmen. Die Labour Party hinkt bei 888sport mit 15.00 deutlich hinterher. Das deckt sich auch mit den bisherigen Hochrechnungen.

Anschließend sollen am 19. Juni die Verhandlungen über den EU-Austritt beginnen. Zuallererst muss der Status von EU-Bürgern in Großbritannien und Finanzforderungen an London geklärt werden. Erst danach soll es über die künftigen Beziehungen und ein mögliches Handelsabkommen gehen.

„Es wird keine Zeit zu verlieren geben und keine Zeit geben, damit eine neue Regierung sich einarbeiten kann“, sagte Premierministerin Theresa May bei einer Wahlkampfveranstaltung in Gresford in Wales. Ihre Chancen, die nächste Premierministerin zu werden, stehen bei Ladbrokes mit 1.10 sehr gut. Jeremy Corbyn von der Labour Party kommt bei Unibet gerade mal auf 6.50.

Nächste Woche wird zeigen, in welche Richtung es für die Briten geht. So oder so, es werden schwierige Verhandlungen zwischen den EU-Vertreten und dem Vereinigten Königreich werden.

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